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Neurochirurgische Praxis

Vorsorge

Unser Körper will auch im Innern gepflegt werden zu unseren besonderen Vorsorgeleistungen

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Diagnose

Schmerzursachen gibt es viele - die richtige Diagnose ist deshalb wichtig

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Behandlung

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Radikulärer Schmerz

Ausstrahlender Schmerz- was bedeutet das?

Wenn der Wirbelsäulen-Schmerz nicht mehr auf den Rücken beschränkt bleibt, sondern in das Bein oder den Arm ausstrahlt, kann das ein Zeichen für eine Nervenbeeinträchtigung sein. Für ihren behandelnden Arzt sollte das ein deutliches Alarmsignal sein, denn schreitet die Einengung des Nerven fort, können Lähmungen und Taubheitsgefühl oder auch vegetative Störungen die Folge sein. Deshalb sollte bei radikulären Schmerzen zügig eine exakte Diagnose gestellt werden und ggf. die individuelle Therapie eingeleitet werden.

Oftmals gibt das Muster der Symptome einen deutlichen Hinweis darauf, ob und welcher Nerv tatsächlich beeinträchtigt ist. Typische Beschwerden sind in diesem Fall zum Beispiel Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, die ins Bein und bis an die Fußaußenseite oder in den großen Zeh ziehen (dito in den Arm oder die Hand). Langläufig werden solche Beschwerden oft auch "Ischias" bezeichnet, weil die Schmerzen entlang des Ischiasnerven über das Gesäß ins Bein ziehen. Eine fachärztliche Diagnose, welche eine genaue körperliche Untersuchung einbezieht, ist in jedem Fall notwendig. Steht die Diagnose fest, wird die zur Verfügung stehende Therapie mit ihnen geplant (s. Therapiemöglichkeiten).


Folgende schonende Therapieverfahren sind bei radikulären Schmerzen prinzipiell möglich und können je nach Symptomatik einzeln oder kombiniert angewendet werden.

Konservative Maßnahmen:

Dem überwiegenden Anteil von Rückenschmerzpatienten helfen so genannte konservative (nicht invasive) Maßnahmen wie Krankengymnastik, Wärmeanwendung oder eine entsprechende Schmerzmedikation. Das gilt auch für Bandscheiben-Vorwölbungen (Protrusionen) oder –Vorfälle (Prolaps).

TENS:

Transcutane Elektrische Nerven-Stimmulation, wird auch als Reizstrombehandlung bezeichnet. Mit Hilfe kleiner elektrischer Ströme wird die Muskelverspannung gelöst und die Beweglichkeit verbessert. Die TENS – Behandlung kann in Kombination mit anderen Verfahren angewandt werden.

Korsettbehandlung/ Orthesen:

Eine Ruhigstellung der Wirbelsäule mittels Korsett soll mehr Stabilität bringen, welche zu einer Abnahme der Schmerzen führt. Eine längerfristige Behandlung hat aber den nachteiligen Effekt, dass die für die Haltung wichtige Muskulatur geschwächt wird.

Injektionstherapie:

Die Injektionstherapie gehört zu den schonenden invasiven Methoden und hat das Ziel, die Schmerzspirale aus Schwellung, Entzündung, Fehlhaltung und Schmerz an der Nervenwurzel zu unterbrechen und die Ursachen und Symptome zu behandeln. Die Injektionsnadel, über welche das Medikament direkt an den Wirkort gebracht wird, kann hierbei auch mit Hilfe des Computertomografen platziert werden. (s. CT navigierte Therapie)

Wirbelgelenkblockade:

Bei der Wirbelgelenkblockade (auch Blockade der Facettengelenke) wird der Schmerz an der Wirbelsäule gezielt und kurzfristig ausgeschaltet, um seine Ursache zu lokalisieren. Die Injektionsnadel, über welche das Medikament direkt an den Wirkort gebracht wird, wird mit Hilfe des Computertomografen platziert. (s. Thermosonden)

Kältebehandlung der Wirbelgelenke (Kryodenervation)

Die Kältebehandlung wird gegen schmerzhafte Veränderungen in den kleinen Gelenken der Hals- oder Lendenwirbelsäule eingesetzt. Sie gehört zu den minimal invasiven Verfahren, da die Nerven nicht unwiederbringlich zerstört werden, sondern unempfindlicher gemacht werden. Vor dieser Behandlung erfolgt in der Regel die CT gestützte Wirbelgelenkblockade. (s. Kryodenervation)

Nucleoplastie:

Chronische Schmerzen, denen Bandscheibenvorwölbungen (Protrusionen) zugrunde liegen, können mit einem kleinen Eingriff behandelt werden. Hierbei wird eine speziell dafür entwickelte Hohlnadel im Bandscheibenfach platziert, über welche ein Teil des Bandscheibenkerns (Nucleus) verkleinert wird. In der Regel ist im Vorfeld eine diagnostische Diskografie erforderlich. (s. Nucleoplastie)

Schmerzkatheter:

Diese Methode gehört zu den invasiven Behandlungen, welche aber im Vergleich zur offenen Bandscheibenoperation wesentlich weniger Risiko birgt. Viele offene Bandscheibenoperation können mit der Kathetermethode nach Professor Racz vermieden werden. Es wird ein Katheter direkt an den Ort der Schmerzentstehung (Protrusion/ Prolaps) platziert, im dort das Medikament zu applizieren. (s. Schmerzkatheter)